Gute Arbeit braucht Mitbestimmung und Beteiligung

Ziel

Es geht um die Vermittlung theoretischer Grundlagen von Partizipation und Beteiligung sowie um die Vermittlung praktischer Kompetenzen, um Beteiligungsprozesse zu gestalten. Das Weiterbildungsmodul reflektiert gute Beispiele von Beteiligungsprozessen in Betrieb und Gesellschaft und regt somit die Gestaltung der eigenen Praxis an. Die Teile Theorie, Praxis und gute Beispiele finden sich mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten in allen vier Teilen wieder. Dadurch werden Methodenvielfalt und der Theorie-Praxis-Transfer gewährleistet.

Zielgruppe

Praktikerinnen und Praktiker aus Gewerkschaften, Non-Profit-Organisationen und der öffentlichen Verwaltung, die jetzt schon mit Beteiligungsverfahren arbeiten und ihre Arbeit weiterentwickeln und professionalisieren wollen.

Projektarbeit und Abschluss

Die Besonderheit wäre hier, dass die Projektarbeit nicht wie eine universitäre Abschlussarbeit am Ende eingereicht, sondern gleich nach dem Start der Ausbildung begonnen wird. Dies ermöglicht ein begleitendes Coaching während der Erstellung der Arbeit.

Es handelt sich um einen zertifizierten Abschluss mit Creditpoints.

Teilnehmerzahl

20 Teilnehmer

Datum

Das Weiterbildungsmodul besteht aus vier Teilen:
1. Teil: 20. Februar – 24. Februar 2017
2. Teil: 29. Mai – 2. Juni 2017
3. Teil: 21. August – 25. August 2017
4. Teil: 27. November – 1. Dezember 2017

Seminarort und Hotel

Dorint Hotel Frankfurt Oberursel
Königsteiner Straße 29
61440 Oberursel

Anmeldeschluss: 15. Dezember 2016

Preis: 9.600 Euro

Der Preis inkludiert Seminargebühren, 12 Übernachtungen (EZ mit Frühstück), 20 Mittagessen und 16 Abendessen, jeweils mit einem Getränk.

Anmeldung

Seminarnummer: 2171
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Einladung

Unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Interessevertretung ist eine konsequente Beteiligungsorientierung. Nur durch die kontinuierliche Einbeziehung der Beschäftigten bei Entscheidungen der betrieblichen Interessenvertretung und der gewerkschaftlichen Arbeit kann Transparenz und darauf basierende Zustimmung erreicht werden. Beteiligungsorientierung unterstützt den Prozess, Interessen konkret zu identifizieren, sie zu bündeln und gemeinsam durchzusetzen.

Die Ansprüche der Beschäftigten an die Vertretung ihrer Interessen haben sich gewandelt. Sie wollen mitreden, wenn es um ihre Zukunft geht. Und sie wollen ihre Kompetenzen und ihr Wissen einbringen. Damit sind veränderte Anforderungen an das Beteiligungsmanagement verbunden, denen in der betrieblichen und gewerkschaftlichen Arbeit Rechnung getragen werden muss.

Wie können Beschäftigte und Mitglieder in Arbeitsprozesse und Entscheidungen von Betriebsräten und Gewerkschaften einbezogen werden? Welche beteiligungsorientierten Arbeitsformen können das unterstützen? Wie lässt sich die direkte Demokratie mit der repräsentativen Demokratie, etwa der betrieblichen Mitbestimmung und den gewerkschaftlichen Gremien, verzahnen?

Solche und ähnliche Fragen verweisen auf inhaltliche, soziale und methodische Kompetenzen bei den Beteiligungsakteuren, die wir in dieser zertifizierten Weiterbildung vermitteln und gemeinsam erarbeiten werden.


Programm

1. Theoretische und konzeptionelle Grundlagen  
  • Zusammenhang von Partizipation und Demokratie
  • Demokratietheorie
  • Demokratiemodelle/-formen
  • Demokratie und Kapitalismus
  • Politische Kultur für Beteiligung
  • Soziologische Perspektiven
  • Organisationssoziologie
  • Kommunikation und Kooperation
  • Wertegerüst für Beteiligung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen zur Beteiligung

2. Methoden zur Unterstützung von Beteiligungsorientierung

Um erfolgreich mehr Beschäftigte in die betriebliche Arbeit einzubeziehen, müssen die haupt- und ehrenamtlichen Funktionäre außer mit den politischen und rechtlichen Grundlagen ihrer Arbeit bestens mit den Methoden des Projektmanagements vertraut sein und grundlegende Moderations- und Kommunikationstechniken beherrschen. Und sie müssen auch die „Sprache“ derer sprechen, die sie verstärkt in ihre Arbeit einbeziehen wollen. Sie müssen fähig zum „aktiven Dialog“ sein. Dazu gehört, zuhören zu können, Meinungen anderer auf- und ernst zu nehmen und in die eigenen Überlegungen zu integrieren.

 
  • Veranstaltungskonzepte/Großgruppenmoderation
  • Moderation
  • Beteiligungstreppe
  • Methodische Tools
  • Technische Tools
  • Projektmanagement
  • Kooperative Fallberatung
  • Rolle und Entscheidung
  • Beratung
  • Gruppendynamik
  • Prozessformen
  • Konfliktmanagement
  • Politische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Aktivierende Befragungen
  • Evaluation von Dialog und Beteiligung
  • Willensbildungsprozess managen

3. Beispiele für Beteiligungsorientierung

Sie sollen dazu beitragen, Erfahrungen anderer aufzunehmen, zu reflektieren und als Basis für eigene Projekte zu nutzen.

 
  • Betriebliche und gewerkschaftliche Beispiele
    • Beschäftigtenbefragungen
    • Beteiligung an Organizing-Konzepten
    • beteiligungsorientierte Betriebs- und Tarifpolitik
  • (Bürger-)Beteiligung im politischen Feld
  • Soziale Bewegungen
  • Forschungsprojekte u.a.

Wissenschaftliche Leitung und Referenten

Wissenschafltiche Leitung

Prof. Dr. Martin Allespach, Direktor der Europäischen Akademie der Arbeit, Frankfurt (D)

Referenten

Renommierte europäische Referenten aus Wissenschaft, Politik und Praxis

​​
 

Prof. Dr. Alex Demirovic

 Dipl.-Psych. Carsten Stagge

 Paul Krummenacher

Dr. Kendra Briken

Mechthild Garweg

     

Anmeldung


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Die Anmeldungen werden von uns sorgfältig geprüft, um eine interessante Zusammensetzung der Gruppe zu erreichen. Nach Prüfung Ihrer Anmeldung erhalten Sie von uns die schriftliche Anmeldebestätigung zusammen mit der Rechnung sowie detaillierte Informationen zur Anreise.